Tag 6 starten wir etwas später in den Tag. Wir haben ausgeschlafen und machen uns anschließend ganz gemütlich auf den Weg zum Frühstückssaal. Dort wartet wie erwartet eine lange Schlange, aber zum Glück müssen wir trotzdem nur wenige Minuten warten, bis wir einen Platz direkt neben dem Buffet bekommen. Wir lassen uns ausgiebig Zeit und gehen erst danach zurück aufs Zimmer um unsere Taschen und Koffer zu packen. Denn heute ist ein Reisetag. Wir verlassen San Francisco und fahren auf dem Highway 1 Richtung Monterey Bay.
Unsere nächste Unterkunft in Aptos ist erst ab 15 Uhr bezugsfertig, deshalb können wir uns unterwegs viel Zeit lassen und überall dort anhalten, wo es uns gefällt.

Bevor wir San Francisco endgültig verlassen, möchten wir uns aber noch einmal richtig von der Stadt verabschieden. Unser erster Stopp sind deshalb die Twin Peaks, zwei Aussichtshügel im Süden von San Francisco. Wir parken direkt am vordersten Wanderparkplatz. Von hier haben wir eine wunderschöne Aussicht auf San Francisco.
Nur eine zeigt sich mal wieder nicht: die Golden Gate Bridge. Sie steckt scheinbar so oft im Nebel, dass es dafür sogar ein eigenes Emoji gibt:
Wir hätten über Treppenstufen noch weiter nach oben wandern können, wegen dem Nebel sparen wir uns aber den zusätzlichen Weg. Stattdessen setzen wir uns auf die Mauer an der Aussichtsplattform und beobachten eine ganze Weile das Panorama.
Auf dem erdigen Hang vor der Aussichtsplattform sitzen auch unzählige Raben und picken nach Futter. Nebelschwaden ziehen an uns vorbei. Zwischendurch können wir Alcatraz erkennen. Große Frachtschiffe fahren durch das Golden Gate in die Bucht hinein und wieder hinaus. Auch das Bankenviertel taucht immer wieder zwischen den Wolken auf.
Schön. Ein toller Abschluss für unsere Zeit in San Francisco.

In diesem Moment wird mir auch klar, dass jetzt der Moment gekommen ist, wo unser Roadtrip erst so richtig startet. Los gehts! Immer am Pacific Coast Highway (PCH) entlang fahren wir Richtung Süden. Der Highway 1 führt uns zunächst durch eine dichte Nebelsuppe, dann zeigt sich mehr und mehr die wunderschöne Küste Kaliforniens.
In der Half Moon Bay stoppen wir bei McDonalds für eine Mittagspause. Auf dem Parkplatz fährt ein Auto mit laut aufgedrehter Musik vor. Es läuft ein Best-of von Dolly Parton. Ich liebe ihre Musik und pack die Greatest Hits direkt auf unsere Roadtrip-Playliste. Im Laufe der Reise entsteht so noch eine lange Liste an Songs, die uns auch später noch an diese unglaubliche Reise erinnern werden.
Nachtrag: Wie wir einen Tag später erfahren haben, ist Dolly Parton an diesem Tag im Alter von 80 Jahren gestorben. Deshalb wurden ihre Lieder im Radio rauf und runter gespielt. Damit bekommt ihre Musik für unseren Roadtrip noch einmal eine ganz neue Bedeutung. ❤️🩹

Unser nächster Zwischenstopp ist die Pigeon Point Light Station. Der Leuchtturm liegt direkt am Highway 1 und so müssen wir einfach nur anhalten und keinen extra Umweg fahren.
Wir parken auf dem Parkplatz vor dem Leuchtturm und laufen auf den hölzernen Besuchersteg bis zum Aussichtsplataeu. Von dort schauen wir über den Pazifik. Am Horizont entdecken wir einen großen Vogelschwarm über dem Meer. Für uns ist das sofort ein Zeichen, dass sich dort Wale befinden könnten. Und tatsächlich! Nur einen Augenblick später tauchen die ersten Rücken und Flossen auf.
Immer wieder sehen wir die Wale auftauchen und ihren Blas in die Luft stoßen. Wir stehen am offenen Pazifik und beobachten Wale in freier Natur. Was für ein Erlebnis!
Die Wale kommen direkt auf unsere Liste der Tiere, die wir in freier Natur erleben dürfen und für die wir keinen Zoo brauchen.

Von der Aussichtsplattform laufen wir noch ein Stück weiter Richtung Leuchtturm. Vor dem hohen weißen Turm gibt es auch eine Terrasse mit Blick auf das Meer. Auch hier bleiben wir wieder eine ganze Weile stehen. Wir beobachten Wale, Seelöwen und Pelikane. Man könnte hier stundenlang sitzen und einfach nur auf den Pazifik schauen. Unglaublich.
Der Leuchtturm steht auf einer Klippe direkt am Highway 1 und ist eines der schönsten Leuchtturmmotive Kaliforniens. Der Turm selbst wird momentan restauriert und kann deshalb nicht von innen besichtigt werden. Von den zugänglichen Außenanlagen lässt er sich aber wunderbar fotografieren.
Kostenlose öffentliche Toiletten gibt es ebenfalls. Wobei die Betonung hier eher auf "vorhanden" als auf "komfortabel" liegt. Es sind nämlich Plumsklos.

Weiter gehts auf dem Highway 1 Richtung Santa Cruz und Aptos. Unterwegs sehen wir riesige Pelikanschwärme. Teilweise sind es so viele Vögel, dass wir kaum wissen, wohin wir zuerst schauen sollen.
Leider ist rund um Santa Cruz sehr viel Verkehr, weshalb wir nicht anhalten und diesen Tagespunkt auf übermorgen verschieben. Stattdessen geht es direkt zu unserer Unterkunft für die nächsten drei Nächte.
Das Seascape Resort liegt in Aptos südlich von Santa Cruz direkt an der Monterey Bay. Unser Apartment befindet sich in der Unit 116 mit kostenlosem Parkplatz direkt vor der Tür. Die Unterkunft haben wir via Booking.com bei einem privaten Eigentümer gebucht.
Da wir nicht direkt über das Seascape Resort gebucht haben, stehen uns nicht alle Angebote des Luxusresorts zur Verfügung. Wir können aber den North Bluff Pool mit Whirlpool und den Strandzugang nutzen. Dafür zahlen wir deutlich weniger als die regulären Resortgäste.
Die Wohnung 116 hat ein Schlafzimmer, einen Wohnbereich, eine gut ausgestattete Küche und einen Balkon mit Blick in den Garten. Außerdem gibt es natürlich kostenfreies WLAN, zwei Fernseher mit verschiedenen Streaming-Apps, einen Bluetooth-Lautsprecher und sogar einen Kamin (der sich über einen Schalter an der Wand an- und ausschalten lässt).

Wir laden unsere Taschen und Koffer aus dem Auto und richten uns in der Wohnung gemütlich ein. Das Beste daran: Jeder Koffer hat ein bestimmtes Thema und ist mit den vielen Packwürfeln und Taschen so gut organisiert, dass wir in San Francisco die Koffer nur schließen mussten. In Aptos öffnen wir sie wieder und schon liegen Kleidung, Badesachen, Schuhe und Kosmetiktaschen an ihrem Platz.
Ich war total begeistert wie hilfreich dieses Packsystem auf unserer Reise war. Für etwas mehr Realität im Blog sei aber gesagt: Es wäre noch hilfreicher, wenn sich auch die Kinder noch besser daran halten würden. Im Großen und Ganzen klappt es aber erstaunlich gut.

Mit dem inzwischen leeren Auto fahren wir dann zum etwa zehn Minuten entfernten Safeway Supermarkt. Dort kaufen wir Proviant für die nächsten Tage und die Zutaten für unser heutiges Abendessen.
Anders als in San Francisco haben wir diesmal nämlich nicht nur einen Kühlschrank, sondern eine komplett ausgestattete Küche. Deshalb werden wir uns in den nächsten Tagen selbst versorgen. Das entspannt die Lage sehr. Wir können uns morgens im Schlafanzug an den Frühstückstisch setzen und unsere Mahlzeiten deutlich günstiger zubereiten.
Wir brauchen ewig, bis wir alle Lebensmittel eingesammelt haben. So viel Auswahl. So viel neue Produkte. So viel ist anders als bei uns in Deutschland. Am Ende können wir aber alles finden. Sogar Skyr hab ich gefunden. Danke Chat GPT und Siggis! 🥳

Nach dem Essen machen wir uns noch einmal auf den Weg, um die Hotelanlage zu Fuß zu erkunden. Zum Strand führt ein steiler, aber fest gepflasterter Fußweg. Nach nur etwa fünf Minuten erreichen wir das Meer.

Die Sonne geht gerade unter und es ist einfach nur wunderschön. Wir bleiben am Strand, bis die Sonne am Horizont verschwindet. Im Naturkino Pazifik sehen wir Angler, Delfine aus dem Wasser springen und Pelikane nach Fischen tauchen. Irgendwie Surreal.
Was für eine unglaubliche Reise!

Auf dem Rückweg vom Strand zu unserem Apartment laufen wir dann noch eine Runde an der Poolanlage vorbei. Das Wasser ist angenehm warm und der Pool sieht wunderschön aus im Abendlicht. Hier möchten wir morgen Nachmittag unbedingt noch mehr Zeit verbringen.
Am Vormittag steht aber schon ein anderer Programmpunkt auf dem Plan. Mein Weihnachtsgeschenk aus 2024 soll endlich eingelöst werden: Eine Whale Watching Tour mit meiner Tochter.
Wir sind schon ganz aufgeregt und gespannt, wie viele Wale wir sehen werden.
Spoiler: Es wird unglaublich!
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Zum Abschied von San Francisco genießen wir noch einmal die Aussicht von den Twin Peaks. Danach beginnt unser Roadtrip auf dem Highway 1. Die Strecke führt uns durch Nebel und Sonnenschein immer an der kalifornischen Küste entlang. Unterwegs gibt es natürlich auch einen ersten amerikanischen Großeinkauf mit erfreulichem Skyr-Fund.
Das Pigeon Point Lighthouse liegt direkt am Highway 1 und bietet unzählige schöne Fotomotive. Besonders beeindruckend wirken der weiße Leuchtturm und die außergewöhnlichen Wolken am tiefblauen Himmel. Vom Aussichtspunkt entdecken wir außerdem unsere ersten Wale im offenen Meer.
Im Seascape Resort beziehen wir unser Apartment für die nächsten drei Nächte. Wir schauen uns die Wohnung und die Anlage an, kochen Butternudeln und laufen anschließend hinunter zum Strand. Dort erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang mit Delfinen, Pelikanen und Anglern. Den Abend lassen wir an der beleuchteten Poolanlage ausklingen.
Unser Reisetagebuch zum Kalifornien-Roadtrip mit der ganzen Familie: Mama, Papa und zwei Kinder (10 und 14 Jahre). Von Bayern nach San Francisco, immer an der Westküste entlang, über Santa Cruz, Monterey, Big Sur, Pismo Beach, Santa Barbara, Malibu nach Los Angeles und über die Route 66 weiter bis nach Las Vegas und zurück nach Santa Monica. 3 Wochen von Ende August bis September 2026.
Wir haben große Pläne, mal sehen, was sich davon umsetzen lässt. 🙏
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Ich würd mich freuen.
Ich bin hoffnungslos hoffnungsvoll, Siebdruckerin, Mediengestalterin, Mompreneur, Gründerin und kreativer Kopf von shesmile. Ich lebe mit meinen zwei Töchtern und meinem Mann in Siebeneichen, dem schönsten Dorf in Bayern (Oberpfalz).
Hier auf meinem shesmile Blog findest du seit 2007 kreative Bastelideen, knallbunte Nähbeispiele, leckere Rezepte und jede Menge Optimismus. Ich schreibe offen über meine Brustkrebserkrankung und ADHS im Erwachsenenalter. Außerdem berichte ich in meinem Reisetagebuch von meinen Erlebnissen.
Lass dich von meinen Ideen begeistern und inspirieren. Nimm dir Zeit für die Dinge, die dich glücklich machen. Wenn nicht in diesem Leben, wann dann?

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