Kurz nach dem Frühstück entdeckte der Papa heute vom Balkon aus ein lustiges kleines Tierchen. Meine Tochter liebt Tiere und natürlich musste ich direkt nachsehen, um welches Tier es sich genau handelt:
Es war ziemlich sicher ein Kalifornisches Erdhörnchen. Diese Tiere sind an der kalifornischen Küste sehr häufig. Auch rund um Santa Cruz und Aptos kann man sie regelmäßig entdecken. Typisch sind das grau-braun gesprenkelte Fell und der etwas orangefarbene Brustbereich. Das Erdhörnchen sieht zwar ein bisschen wie ein normales Eichhörnchen aus, lebt aber überwiegend am Boden. Dort gräbt es ausgedehnte Bausysteme. Wenn es sich erschreckt, verschwindet es blitzschnell in einem Erdloch - Danke ChatGPT!
... aber jetzt Schluss mit den Tierfakten. Kommen wir zu unserem Tagesprogramm. Heute wollten wir uns die Region rund um Santa Cruz und Capitola Beach etwas genauer ansehen, denn bei der Anfahrt nach Aptos hatten wir diesen Bereich weggelassen. Was auch die bessere Entscheidung war, weil sich diese Punkte nicht einfach mal schnell erledigen lassen, sondern man damit gut einen ganzen Tag füllen kann.

Von unserer Unterkunft brauchten wir nur ungefähr 20 Minuten bis zum Santa Cruz Beach Boardwalk. Unser Auto stellen wir auf einem der öffentlichen Besucherparkplätze ab.
Da die Fahrgeschäfte heute geschlossen waren, kostete das Tagesticket für den Parkplatz nur 5 Dollar. Außerdem war kaum etwas los. Der sonst so lebendige Boardwalk lag fast menschenleer vor uns.
Wir liefen vom Parkplatz zu den geschlossenen Fahrgeschäften und schlenderten am Giant Dipper und am Looff Carousel vorbei. Danach gingen wir noch ein Stück hinunter zum Main Beach.

Vom Strand aus hatten wir einen richtig schönen Blick auf die kunterbunte Skyline mit den Fahrgeschäften und den kleinen Waggons der Seilbahn.
Natürlich war es schade, dass wir heute mit keinem der Fahrgeschäfte fahren konnten. Andererseits hätten wir hier sonst wahrscheinlich jede Menge Geld gelassen. Die Kinder kannten die Achterbahn sogar schon. Zumindest waren sie auf der PlayStation in LEGO City wohl mehrfach virtuell damit unterwegs.
Jetzt freuen wir uns einfach noch ein bisschen mehr auf den Freizeitpark am Strand von Santa Monica. Den besuchen wir ganz am Ende unserer Reise. Den passenden Beitrag verlinke ich dir natürlich, wenn es so weit ist.
Ein besonderes Highlight für meinen Mann war der Boardwalk trotzdem. Hier wurden Szenen für den Film "The Lost Boys" aus seiner Jugend gedreht. Zu meiner Überraschung war der Boardwalk außerdem in "Bumblebee" zu sehen. Diesen Film muss ich mir daheim direkt noch einmal genauer ansehen.
Wir blieben nicht lange, liefen zurück zum Auto und fuhren weiter nach Capitola.

Vom Santa Cruz Beach Boardwalk brauchen wir ungefähr 15 Minuten bis Capitola. Wir nutzten den Upper Pacific Cove Parking Lot hinter der City Hall. Dort stehen mehr als 220 Parkplätze zur Verfügung. Vom Parkplatz aus liefen wir über die Capitola Avenue bergab in das Capitola Village.

Direkt neben der City Hall kamen wir am kleinen Capitola Historical Museum vorbei. Das Museum erzählt mit historischen Fotografien, Gegenständen und wechselnden Ausstellungen von der Entwicklung Capitolas.
Im Jahr 2026 feiert es sogar sein 60-jähriges Bestehen. Der Eintritt ist kostenlos, Spenden sind willkommen. Informationen zum Capitola Historical Museum

Wir bummelten durch die kleinen Geschäfte rund um die Capitola Avenue, Monterey Avenue und Esplanade. In der Boutique Nubia Swimwear fanden wir einen richtig schönen neuen Bikini für meine Tochter.
Anschließend liefen wir über die Esplanade hinunter zum Capitola Beach. Der Strand selbst war heute leider nicht besonders schön. An der Wasserkante lagen dicke Berge aus Algen. Dementsprechend unangenehm roch es dort auch.

Unzählige Möwen und andere Seevögel hielten nach etwas Essbarem Ausschau. Trotzdem fanden wir mitten am Strand eine schöne Stelle mit feinem Sand und schlugen dort unser Lager auf. Die Kinder bauten Sandburgen. Mein Mann und ich sind daneben tatsächlich Arm in Arm eingeschlafen.
Zuerst fand ich es noch schade, dass heute die Sonne nicht schien. Für unseren Gammelschlaf-und-Sandburgen-Bautag am Capitola Beach war der bedeckte Himmel aber perfekt. In der knalligen Sonne wäre es wahrscheinlich viel zu heiß gewesen. Also alles entspannt.

Bevor wir weiterfuhren, nutzten wir noch einmal die kostenlosen öffentlichen Toiletten am Strand. Danach liefen wir in Richtung Soquel Creek. Dort wartete mein ganz persönliches, knallbuntes Highlight des Tages auf mich.
Von der östlichen Strandseite blickt man über den Bach hinweg direkt auf die bunten Häuser des Venetian Court. Von hier entsteht das klassische Postkartenmotiv von Capitola.
Den besten Blick auf die Häuser hatte ich an der letzten Ecke bei den Restaurants und aus der kleinen Gasse zwischen den Bars.
Am frühen Nachmittag werden die zum Strand gerichteten Fassaden besonders schön beleuchtet. Später wandert die Sonne zunehmend hinter die Häuser. Einige der Häuser sind private Ferienwohnungen. Deshalb sollte man sie nur vom Strand und von den öffentlichen Wegen aus fotografieren. Die privaten Innenhöfe bleiben natürlich tabu.

Unser letzter Tagespunkt war der Natural Bridges State Beach. Wegen des vielen Verkehrs und einer Baustelle brauchten wir von Capitola ungefähr 30 Minuten.
Hier lohnt es sich, bereits am Vortag einen Blick auf die Gezeiten zu werfen. Bei uns war die Flut gegen 11:19 Uhr. Die zweite Ebbe wurde gegen 16:24 Uhr erreicht. Der Sonnenuntergang sollte gegen 19:45 Uhr stattfinden. Wegen des bedeckten Himmels war davon heute allerdings nicht viel zu sehen.
Wir parkten unser Auto für 10 Dollar auf dem Besucherparkplatz direkt am Strand.
Meine Familie lief sofort hinunter zum Strand ... ich meinte, vorher noch am Aussichtspunkt neben dem kostenlosen Parkplatz oberhalb des Steinbogens vorbeischauen zu müssen. Von dort hatte ich allerdings keinen besonders guten Blick auf den Felsbogen ... also lief ich doch auch meiner Familie hinterher. 😅

Und da stand sie plötzlich. Der markante Bogen im Meer war ein tolles Fotomotiv und auf jeden Fall einen Besuch wert.
Ein Foto war auch der kleine runde Stein wert, der links neben dem Felsbogen in einer Vertiefung des Felsvorsprungs feststeckte. Vom Meer glatt geschliffen sah es fast so aus, als hätte ihn jemand ganz bewusst dort hineingesetzt.
Wir machten es uns nicht mehr am Strand gemütlich, denn das Wetter wurde immer diesiger. Stattdessen liefen wir am Wasser ein Stück weiter nach Westen zu den Tidepools.

Wir waren gut vorbereitet und genau zu der Zeit am Strand, als die Ebbe Teile der Felsen freilegte. In den kleinen Wasserbecken entdeckten wir Muscheln, Schnecken und Krebse.
Es war echt spannend in die kleinen Gezeitentümpel hineinzuschauen. Auf den Felsen muss man allerdings vorsichtig sein. Durch die Algen können sie sehr rutschig werden. Außerdem sollte man die Wellen immer im Auge behalten.
Die Tidepools gehören zu einem geschützten Meeresgebiet. Tiere und Pflanzen dürfen deshalb nur angesehen werden. Anfassen oder mitnehmen sollte man hier nichts.
Auch wenn man nicht zur perfekten Ebbe am Natural Bridges State Beach ankommt, lohnt sich ein Besuch. Der natürliche Felsbogen, die Wellen und die raue Küstenlandschaft bieten bei jedem Wasserstand eine wunderschöne Kulisse.
Wer jedoch gezielt die Tidepools erkunden möchte, sollte vorher unbedingt die Gezeiten kontrollieren. Für uns war der späte Nachmittag heute genau der richtige Zeitpunkt.

Zum Abendessen (leider wegen der Baustelle wieder mit 30 Minuten Verzögerung) waren wir wieder zurück in unserer Selbstversorger-Unterkunft. Wir waren uns unsicher, ob wir heute überhaupt nochmal die Wohnung verlassen werden. Doch dann leuchtete der Himmel in einem so kräftigen Abendrot, dass wir unbedingt nochmal zum Pool aufbrechen wollten.
Ein letztes Mal für diesen Aufenthalt. Ein erstes Mal im neuen Bikini. Vor dieser unglaublichen Kulisse!
Und wieder geht ein wunderschöner Reisetag zu Ende.
Morgen verlassen wir Aptos und machen uns wegen des Timber Fires gleich frühmorgens auf den Weg Richtung San Luis Obispo, wo wir wieder für 3 Nächte bleiben werden.
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Ein Spaziergang über den fast menschenleeren Santa Cruz Beach Boardwalk. Zwischen Giant Dipper, Seilbahn und bunten Fahrgeschäften entdecken wir außerdem bekannte Drehorte aus "The Lost Boys", "Bumblebee" und "Sudden Impact".
Bunte Häuser, kleine Geschäfte, liebevolle Details und eine entspannte Pause am Capitola Beach. Besonders schön ist der Blick über den Soquel Creek auf die farbenfrohen Häuser des Venetian Court.
Der natürliche Felsbogen ist das Wahrzeichen des Natural Bridges State Beach. Bei Ebbe erkunden wir die Tidepools und entdecken zwischen Felsen, Muscheln und Algen viele kleine Meeresbewohner.
Unser Apartment im Seascape Resort in Aptos liegt direkt an der Monterey Bay. Neben Küche, Balkon und mehreren Pools erwarten uns Spaziergänge am Strand, wunderschöne Sonnenuntergänge und ein knallroter Himmel beim abendlichen Baden.
Unser Reisetagebuch zum Kalifornien-Roadtrip mit der ganzen Familie: Mama, Papa und zwei Kinder (10 und 14 Jahre). Von Bayern nach San Francisco, immer an der Westküste entlang, über Santa Cruz, Monterey, Big Sur, Pismo Beach, Santa Barbara, Malibu nach Los Angeles und über die Route 66 weiter bis nach Las Vegas und zurück nach Santa Monica. 3 Wochen von Ende August bis September 2026.
Wir haben große Pläne, mal sehen, was sich davon umsetzen lässt. 🙏
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Ich würd mich freuen.
Ich bin hoffnungslos hoffnungsvoll, Siebdruckerin, Mediengestalterin, Mompreneur, Gründerin und kreativer Kopf von shesmile. Ich lebe mit meinen zwei Töchtern und meinem Mann in Siebeneichen, dem schönsten Dorf in Bayern (Oberpfalz).
Hier auf meinem shesmile Blog findest du seit 2007 kreative Bastelideen, knallbunte Nähbeispiele, leckere Rezepte und jede Menge Optimismus. Ich schreibe offen über meine Brustkrebserkrankung und ADHS im Erwachsenenalter. Außerdem berichte ich in meinem Reisetagebuch von meinen Erlebnissen.
Lass dich von meinen Ideen begeistern und inspirieren. Nimm dir Zeit für die Dinge, die dich glücklich machen. Wenn nicht in diesem Leben, wann dann?

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